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Vitamin D

Vitamin D

Das allgemein als „Sonnenscheinvitamin“ bekannte Vitamin D existiert in zwei Formen:

– D2 (Ergocalciferol) und D3 (Cholecalciferol)

Beide Vitamin D Formen steigern die Vitamin D Werte im Blut, aber üblicherweise und vollkommen berechtigt wird Vitamin D3 in Nahrungsergänzungsmitteln verwendet.

Der menschliche Körper stellt Vitamin D durch Sonnenbestrahlung her. Dabei gibt es eine sehr wichtige Besonderheit zu beachten: Vitamin D kann vom Körper nur gebildet werden, wenn Sonneneinstrahlung auf unbedeckte (nackte) Haut in einem Winkel von nicht niedriger als 45 Grad, trifft. Sonneneinstrahlung unter 45 Grad Einfallswinkel lässt zwar die Haut wunderschön braun werden, allerdings wird dabei auch kein Vitamin D3 gebildet. Da in den nördlicheren Breitengraden die Sonne in den Wintermonaten nie höher als 45 Grad steht, kann folglich in den Wintermonaten auch kein Vitamin D3 gebildet werden. Mangelzustände sind somit automatisch vorprogrammiert.

Ultraviolette Strahlung hilft dem Körper, in der Haut Vitamin D zu produzieren. Allerdings bekommen auf Grund der – ich nenne sie bewusst provokant „Sonnenschutzmittelmafia“ – Anwendung von Sonnenschutzcremes und Sonnenschutzmitteln immer mehr Menschen immer weniger Vitamin D, was fatale Auswirkungen auf deren Psyche und körperliche Gesundheit hat.

Vitamin D fördert aktiv den Aufbau und Erhalt gesunder Knochen, sorgt für den Aufbau und den Erhalt der Muskelfunktionen, trägt entscheidend und maßgeblich zu einem normalen Calciumspiegel bei, spielt eine maßgebliche Rolle bei der Zellteilung- und Erneuerung und unterstützt unter anderem die stabile Funktion des Immunsystems.

Weiterhin wird Vitamin D3 in Kombination mit Vitamin K2 inzwischen sehr erfolgreich bei der Bekämpfung körperlich bedingter Depressionen eingesetzt.

Vitamin D3 wirkt nur in Kombination mit Vitamin K2. Zwar kann auch Vitamin K1 die Vitamin D3 Verwertung unterstützen, dies jedoch ist auf Grund der sehr viel kürzeren Halbwertszeit im menschlichen Körper nur bei absoluten Niedrigdosierungen von 500 – 1000 i.E (i.U.) Vitamin D3 sinnvoll. Bei höheren Dosierungen als 1000 i.E (i.U) Vitamin D3 sollte nur auf Präparate mit Vitamin K2 zurückgegriffen werden, da das Vitamin D3 sonst im Körper nicht richtig verwertet und entsprechend in den körpereigenen Speichern, nämlich dem Körperfett und maßgeblich der Leber, nicht richtig eingelagert werden kann.

Weiterhin sind Präparate ohne Vitamin K2 sogar langfristig schädlich und können das Risiko von Knochenbrüchen und einer auftretenden Osteoporose erheblich erhöhen, da der Körper, wenn zu viel Vitamin D3 im Körper ist, das nicht verwertet werden kann, Calcium als Schlacke im Körper ablagert und letzten Endes wieder ausscheidet, anstelle es zu verwenden. Daher ist von Vitamin D3 Präparaten ohne Vitamin K2 dringend abzuraten!

Doch für welche Menschen eignet sich die Einnahme von Vitamin D3 eigentlich? Darauf gibt es ausnahmsweise eine pauschale Antwort: Für alle! Vitamin D3 zählt mit zu den wichtigsten Vitaminen im menschlichen Körper. Einfach ausgedrückt: Ein Mensch ohne Sonnenhormon ist kein Mensch, sondern ein inaktiver, depressiver Zellhaufen ohne nennenswerte Aktivität. Wer genügend Vitamin D3 im Körper hat, wird keine Probleme mit Depressionen, plötzlich auftretenden Schmerzen oder der gleichem haben, denn Vitamin D3 aktiviert etwa (geschätzt, man weiß es noch nicht ganz genau) 200! Gene im menschlichen Körper! Jedes einzelne Organ im menschlichen Körper besitzt Vitamin D Rezeptoren, (Zellen, an denen das Vitamin D „andocken“ kann, damit der Körper es verwerten kann). Alleine diese Tatsache lässt erahnen, wie elementar wichtig und unerlässlich das Vitamin D für den Körper sein muss!

Mit zunehmendem Alter nimmt die Fähigkeit, Vitamin D3 in der Haut zu bilden, immer mehr ab. Daher empfiehlt es sich ab ca. 45 Jahren, Vitamin D3 zu supplementieren, um einem Mangel frühzeitig vorzubeugen.

Pro Tag kann vom Körper maximal eine Menge von 20.000 i.E (i.U) (ca. 500 Mikrogramm) Vitamin D3 gebildet werden, abhängig von Alter, Hauttyp, Körpergewicht und Sonnenbestrahlung. Daher ist es sinnbefreit, eine höhere Dosis als 20.000 i.E. zu supplementieren, da der Körper ohnehin nicht mehr verwerten kann. Übergewichtige Menschen haben hier leider einen kleinen Nachteil: Vitamin D3 lagert sich bei diesen zuallererst im Fettgewebe ab und steht dem Körper nicht sofort zur Verfügung. Dies erweist sich gerade in den Wintermonaten zwar als Vorteilhaft, stellt aber diese Menschen vor ein ernst zu nehmendes Problem, da diese auf Grund der Übergewichtigkeit bei fehlender Supplementierung nahezu dauerunterversorgt sind mit Vitamin D3.

Man geht davon aus, dass eine tägliche und stabile Zufuhr von etwa 4600 i.E. ausreichend ist, basierend auf dem männlichen Geschlecht mit einem Körpergewicht von 80kg und einem normalen Hauttyp.

Bei Schwangeren und Stillenden wird davon ausgegangen, dass die tägliche Zugabe von 4000 i.E. ausreichend ist, um Mutter und Kind ausreichend mit Vitamin D3 zu versorgen. Allerdings sind diese Daten nicht gesichert und Studien wurden nur mit sehr wenigen Vergleichspersonen durchgeführt, daher ist diese Annahme mit Vorsicht zu genießen und entsprechend 20- 30% höher zu dosieren, um sich wirklich sicher sein zu können, dass sowohl Mutter, als auch Kind, ausreichend mit Vitamin D3 versorgt sind.

Vielmals habe ich die Frage nach einer „Überdosierung“ von Vitamin D3 gestellt bekommen. Dazu ein persönlicher Kommentar von mir: Wie soll das gehen? Wir nehmen mit unserer Nahrung nicht einmal die Mindestmenge an Vitamin D auf, wenn wir zusätzlich mit Supplementen ergänzen, wie hoch müssten wir da dosieren, um eine Überdosierung zu erreichen? 100.000 Einheiten, also 2,5 mg Vitamin D3, täglich? Wenn Sie den Kostenfaktor betrachten, die eine solche „Überdosierung“ nach sich ziehen würde, erübrigt sich die Frage danach selbstredend, denn hochwertige Vitamin D3 Präparate finden Sie nicht in der Brausetablettenabteilung eines Supermarktes für 99ct pro Röhrchen, sondern bei seriösen Herstellern und vereinzelt in Apotheken, und diese Supplemente haben ihren berechtigten Preis.

Diese Lebensmittel enthalten Vitamin D3 in nennenswerten Dosen:

-Lebertran im Schnitt 90.000 i.E. pro 100g

-Avocado im Schnitt 137 i.E. pro 100g

-Champignons im Schnitt 76 i.E. pro 100g

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Vitamin B

Vitamin B

Vitamin B ist eine Vitamingruppe aus 8 Vitaminen:

Vitamin

– B1   Thiamin

– B2   Riboflavin

– B3   Nicotinsäure (auch: Niacin)

– B5   Panthotensäure

– B6   Sammelbezeichnung für – Pyridoxin

                                               – Pyridoxamin

                                              – Pyridoxal

– B7   Biotin (auch: Vitamin H)

– B9   Folsäure (auch: B11, Vitamin M)

– B12 Cobalamin

Gerade bei den B – Vitaminen wird ein sehr großer Hype gemacht, es ist ein Milliardengeschäft. Die wenigsten Vitamin B Präparate jedoch sind sinnvoll, da entweder wechselseitig beeinflusste B Vitamine fehlen oder die Vitamin B Dosen untereinander nicht im Gleichgewicht sind.

Beispiel Vitamin B12:

Vitamin B12 wird eine konzentrationssteigerne Wirkung im Gedächtnis nachgesagt, was im Grunde auch stimmt. Doch die supplementierung von Vitamin B12 an und für sich ist nutzlos, wenn nicht bereits ein Mangel vorliegt, was auf Grund der enorm niedrigen Dosen, die Menschen an Vitamin B12 täglich brauchen, nahezu unmöglich ist. Sollte dennoch ein Vitamin B12 Mangel vorliegen, liegt das meist entweder an einer Resorptionsstörung, dessen Folge eine Störung der Blutbildung und eine neurologische Störung, sind, oder aber an jahrelanger veganer und nicht ausreichender Ernährung. Vitamin B12 ist in hohen Dosen in tierischen Produkten enthalten, jedoch kaum in Pflanzenprodukten. Pflanzenprodukte mit einem relativ hohen Gehalt an Vitamin B12 sind z.B.:

– Nori Alge

– Shitake Pilze getrocknet (Tägl. Aufnahme um Bedarf zu decken: etwa 50g)

– angereicherte Lebensmittel wie z.B. Säfte, Frühstückscerealien, Sojamilch)

Bei veganer Ernährung ist es dringend Empfehlenswert, Vitamin B12 zu supplementieren, bei tierischer oder gemischter Ernährung hingegen bei einem gesunden, aktiven Menschen nicht nötig.

Erste Anzeichen eines Vitamin B – Mangels sind:

– verminderte Körperliche und geistige Leistungsfähigkeit

-erhöhte Infektanfälligkeit

Diese Anzeichen sind leicht mit einer normalen Befindlichkeitsstörung zu verwechseln, weshalb ein Mangelzustand meist lange nicht entdeckt wird.

Diese Funktionen haben die B Vitamine:

B1, Thiamin, sorgt als Coenzym unter anderem für den Abbau von Kohlenhydraten, sodass Energie insbesondere für Gehirn und Nervensystem zur Verfügung steht.

B2, Riboflavin-5-Phosphat, ist als Bestandteil der Coenzyme Flavinmononucleotid (FMN) und Flavinadenindinucleotid am zellulären Energiestoffwechsel und an den Protein-, Fett und Kohlenhydratstoffwechseln beteiligt. Außerdem ist es unter anderem auch für die Glutathionsynthese wichtig. Glutathion ist eines der wichtigsten Antioxidantien unseres Körpers.

B3, Niacin, Nicotinamid, ist ein Baustein für die Coenzyme NAD+ und NADP+ und deswegen wichtig für die Funktion von mehr als 200 Enzymen, unter anderem beim Energiestoffwechsel. B3 ist relevant für Gehirn und Nervensystem, zur Senkung des LDL-Cholesterinspiegels und für die Durchblutung, die Hormonsynthese und den Glucosestoffwechsel. Außerdem spielt B3 eine wichtige Rolle bei der Bildung von roten Blutzellen und beim DNA-Schutz. Die Flush-freie Variante, Inositolhexanicotinat, eignet sich für dieselben Anwendungsbereiche, dies aber mit weniger bis gar keinen Nebenwirkungen.

B5, Pantothensäure, spielt eine essenzielle Rolle im Zellstoffwechsel und ist in Form von Coenzym A (CoA) an der Erzeugung von Energie aus Kohlenhydraten, Fetten und Proteinen beteiligt. B5 ist ein Präkursor von CoA, einem Cofaktor in mehr als 70 Stoffwechselprozessen. Zu den Indikationsgebieten zählen unter anderen Hypercholesterinämie, rheumatoide Arthritis und Stress.

B6, Pyridoxal-5-Phosphat (P5P), besteht aus verschiedenen Verbindungen, von denen P5P die biologisch aktive Form ist. P5P ist als Cofaktor von mehr als 140 Enzymen an vielfältigen biochemischen Reaktionen beteiligt, darunter zum Beispiel an den Protein-, Fett- und Kohlenhydratstoffwechseln. Eine Defizienz kann Hyperhomocysteinämie verursachen und dadurch unter anderem zu einem erhöhten Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen führen. Ein marginaler Vitamin-B6-Status (P5P-Spiegel 20-30 nmol/l) oder Vitamin-B6-Mangel bleiben meist unbemerkt, können aber auf Dauer zur Entwicklung diverser chronischer Krankheiten beitragen.

B7, Biotin, ist ein Coenzym für 5 Carboxylasen, Enzyme, die eine Carboxylgruppe übertragen. Diese Enzyme spielen eine wichtige Rolle bei der Fettsäuresynthese, bei der Gluconeogenese, beim Aminosäurekatabolismus und bei der Freisetzung von Energie aus der Nahrung (Citronensäurezyklus). Vitamin B7 ist wichtig für viele Anwendungsbereiche.
B12, Methyl- und Adenosylcobalamin, ist essenziell für Gehirn und Nervensystem. Es ist an der Blutbildung (Cofaktor für die Bildung von Hämoglobin) und die Erzeugung von Energie aus Fetten und Proteinen beteiligt. B12 tritt in unterschiedlichen Cobalaminformen auf, wobei die Umwandlung bei den meisten komplex und ineffizient verläuft. Bei Methyl- und Adenosylcobalamin ist dies nicht der Fall. Die am häufigsten auftretende Ursache von Defizienz ist ein Mangel an intrinsischem Faktor (IF). Ein Mangel kann zu vielfältigen (neurologischen) Gesundheitsstörungen führen. 

Verkürzt lässt sich sagen, dass sich B-Vitamine wechselseitig gegenseitig beeinflussen. So wird zum Beispiel für die Verwertung von Vitamin B12 gleichzeitig Vitamin B7 benötigt. Denn Vitamin B12 und Biotin wirken gemeinsam in den Mitochondrien. Die Mitochondrien sind die „Kraftwerke“ unserer Zellen: Dort wird in einer Reihe von Reaktionen, die als Citratzyklus / Tricarbonsäurezyklus bezeichnet werden, die Energie für unseren Körper produziert. Biotin und Vitamin B12 – in der Form Adenosylcobalamin – wirken dabei als Coenzyme in zwei direkt aufeinanderfolgenden Stoffwechselschritten. Die Biotin-abhängige Reaktion liefert dabei den Ausgangsstoff für die B12-abhängige Reaktion. Ohne eine ausreichende Versorgung mit Biotin kann das Vitamin B12 als Adenosylcobalamin daher nicht wirken. Folsäure ist der engste direkte Partner des Vitamin B12. Vitamin B12 ist dafür verantwortlich, Folsäure nach verschiedenen Reaktionen wieder in ihre bioaktive Form zurück zu verwandeln – und so zu reaktivieren. Ohne Vitamin B12 erleidet der Körper schnell einen funktionellen Folsäure-Mangel, da die Folsäure in einer für den Körper unbrauchbaren Form feststeckt. Es ist zwar genügend Folsäure vorhanden, sie kann aber nicht verwertet werden. Andersherum braucht auch das Vitamin B12 die Folsäure: In der entsprechenden Reaktion gibt die Folsäure (genauer: Methyltetrahydrofolat) eine Methlygruppe an Vitamin B12 ab, wodurch letzteres zu reagiert. Das Methylcobalamin gibt die Methylgruppe daraufhin an Homocystein weiter, wodurch dieses in Methionin umgewandelt wird. Eine weitere Wechselwirkung betrifft die Umwandlung von Vitamin B12 in seine bioaktiven Coenzym-Formen: Der Körper kann nur die B12-Formen Methylcobalamin und Adenosylcobalamin direkt verwerten, während alle anderen Formen von Vitamin B12 erst umgewandelt werden müssen. Diese Umwandlungsschritte sind abhängig von den B-Vitaminen Vitamin B2 und B3. Im Falle einer Behandlung mit hohen Dosen von Cyanocobalamin oder Hydroxocobalamin kann es deshalb sinnvoll sein, diese Vitamine ebenfalls zu ergänzen oder ihre Aufnahme bei der Ernährung zu berücksichtigen.

Besonders in der Schwangerschaft und Stillzeit ist eine zusätzliche Supplementierung von Vitamin B im Gesamtkomplex durchaus sinnvoll, allerdings nach Rücksprache und Abstimmung mit dem betreuenden Arzt.

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FDH-Diät – darum funktioniert sie nicht!

Die berühmte „Friss die Hälfte (FDH) Diät“

Wer kennt ihn nicht, diesen berühmten Satz: „(Fr)iss die Hälfte!“. Nur leider funktioniert das mit der Hälfte (fr)essen nicht wirklich, denn spätestens nach drei Wochen fühlt man sich dauermüde, schwach, und die Gelüste auf Fett, Kohlenhydrate und allem, was dick macht wenn man zu viel davon isst, werden immer drängender!

Folgendes Szenario kommt Ihnen vielleicht bekannt vor: „Läge da nur nicht die  Schokolade herum… Offen ist die Verpackung auch noch, sieh nur, da grinst ein Rippchen Schokolade mich verführerisch an… Ich esse nur ein kleines Stück… Und noch eins… Und… Huch – wo ist denn die Schokolade hin?!?“

Fühlen Sie sich ertappt? Gut, denn das ist nichts, wofür man sich schämen muss. Es ist vollkommen normal, dass man nach 3 Wochen Dauerdiät schwach und anfällig wird für die süßen und die salzigen Versuchungen gleichermaßen. Es heißt nicht umsonst: „Der Körper holt sich, was er braucht!“ Und das stimmt auch!

Warum aber funktioniert die FDH-Diät nicht?

Stellen Sie sich einmal einen Verbrennungsmotor vor, der im Schnitt 9 Liter auf 100 Kilometer verbrennt, während Sie stabil mit 130 – 160 km/h auf der Autobahn dahinfahren. Das hat jahrelang ganz gut funktioniert, und nun beschließen Sie, Ihr Verbrennungsmotor darf jetzt nur noch die Hälfte verbrennen, muss aber die selbe Leistung bringen. Dass das ohne Extremes Chiptuning nicht funktionieren wird, muss Ihnen wohl niemand erklären, vermutlich haben Sie gelacht und gedacht: „Ist doch logisch, wie soll das denn bitte funktionieren?“

Nun – aber bei Ihrem Körper ist es Ihnen offenbar nicht ganz einleuchtend erschienen, zumindest bisher – oder?

Viele Menschen gehen von der Vorstellung aus, dass der Körper ja nun das überschüssige Fett verbrennt, weil er ja nur die Hälfte an Nahrung zugeführt bekommt. Und zumindest die ersten paar Tage und vielleicht noch die zweite Woche fühlen Sie sich gut dabei. Grund dafür ist der Effekt der nun eintretenden „Ketase“. Dies ist der Zustand des Körpers, wenn er Fettreserven verbrennt und der Insulinspiegel immer gleichbleibend hoch ist. Dieser „Ketase-Effekt“, wie er auch von Keto-Diät Gurus gerne angepriesen wird, nicht, ohne Ihnen vermeintliche „Fatburner“, andrehen zu wollen, bestehend aus Grüntee-Extrakt, exotischen Pfeffersorten, Koeffein, Guarana, Guarkernmehl und mikrokristalliner Cellulose, die sich in Ihrem Magen ausbreitet wie Bauschaum in Wandritzen, hält jedoch nur ein paar Tage an.

Dann fährt der Körper in den „Notstandsmodus“, wie ich ihn gerne nenne. Ihr Gehirn hat realisiert, dass Ihrem Körper über einen längeren Zeitraum als bisher gewohnt, keinerlei Mineralstoffe, Aminosäuren, Ballaststoffe, Spurenelemente und Vitamine mehr zugeführt wurden, und wenn, dann bei Weitem nicht in der Menge, in der sie sie benötigen würden.

In Folge dessen gibt Ihr Gehirn das Signal, den Stoffwechsel herunterzufahren. Das heißt im Klartext: Ihr Stoffwechsel verlangsamt sich, es wird weniger Fett verbrannt als eigentlich notwendig wäre, um Ihnen genügend Energie zu liefern. So langsam muss Ihr Körper auch Gewebeschäden reparieren, und dafür werden Aminosäuren und Spurenelemente benötigt. Da Ihr Körper aber von Ihnen leider nicht genügend davon bekommt, stellt Ihr Gehirn nun Prioritäten auf: Organe werden zuerst repariert, inklusive Gehirn. Danach kommt die Haut dran, Nerven, Knorpelgewebe. Und an letzter Stelle Ihre Muskulatur, diese wird nämlich nun abgebaut, um die priorisierten Organe und Knorpelgewebe aufrecht zu erhalten. Gleichzeitig fährt Ihr Gehirn die Produktion von Serotonin zurück, eben dem Botenstoff, der ansonsten bei Ihnen für gute Laune sorgt. Darum werden Sie langsam missgestimmt und werden schneller wütend. Anstelle von Serotonin wird aber nun vermehrt Melatonin ausgeschüttet, und das am hellen Tag! Melatonin wird umgangssprachlich das „Schlafhormon“ genannt und sorgt dafür, dass Sie sich mit schwindendem Tageslicht langsam müde fühlen. Da dieses aber nun am hellen Tag ausgeschüttet wird, fühlen sie sich müde, schlapp, würden gerne schlafen. Ihr Körper macht dies, um Energie zu sparen, denn auch wenn Sie es wissen, dass Sie in vier Wochen wieder normal essen – Ihr Gehirn begreift dies nicht, egal wie oft Sie dies denken. Ihr Gehirn ist nämlich nicht dazu geschaffen, einen Langzeitplan für Ihren Stoffwechsel zu erstellen, sondern Ihr Gehirn arbeitet nach folgendem Muster: Erkennen des Ist-Zustandes – Reaktion – Aktion!

„Ziemlich primitiv“, könnte man nun denken, aber genau das ist es.

Fazit: Es macht keinen Sinn, die Hälfte zu essen, nur, um ein paar Kilo Fett abzunehmen, gleichzeitig Muskelmasse abzubauen, danach in Folge der verminderten Muskelmasse einen niedrigeren Kalorienbedarf und mehr Appetit zu haben, und durch den nun eintretenden „Jojo-Effekt“ genau das wieder zuzunehmen, was Sie abgenommen haben! Daher ist „FDH“ für die Tonne und eigentlich nur unnötige Quälerei für Sie. Denn auch eine Zellentgiftung findet während einer FDH-Diät nicht statt, im Gegenteil: Durch den verminderten Stoffwechsel werden auch Schlacken und Stoffwechselreste nicht vollständig aus den Zellen entfernt.

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Nützliche Tipps um das Immunsystem zu stärken

Jetzt, da wir uns mitten in einer humanitären Katastrophe befinden, fällt es uns wieder ein: Das liebe Immunsystem.
Da waren doch diese kleinen Helferlein, beziehungsweise ein ganzer Verbund, ein dichtes Netzwerk, das verhindert, dass Bakterien und Viren, sowie Fremdkörper wie Staub und schädliche Gase, in unseren Kreislauf gelangen und uns angreifen.
Dieses Netzwerk beachten wir doch die meiste zeit unseres Lebens nicht, sondern immer nur temporär, wenn die nächste Grippewelle ansteht – oder eben in Zeiten einer Pandemie durch Coronaviren.


Doch versuchen wir zunächst, der Pandemie eine schöne Seite abzugewinnen.
Ja, Sie haben richtig gelesen – Corona hat auch eine schöne Seite.
Denn Familie, Freunde, enge Beziehungen, Vertrauen und Ehrlichkeit gewinnen jetzt noch mehr an Bedeutung. Und der gegenseitige Respekt voreinander.
Wir besuchen unsere Eltern und Großeltern nicht, aus Rücksichtnahme und Respekt. Wir schaffen es, unsedr Ego zurückzustellen, und halten respektvoll Abstand zueinander, um zu verhindern, dass andere durch unser Handeln eventuell zu Schaden kommen.
Doch hierbei drängt sich eine nicht ganz unberechtigte Frage förmlich auf. Es ist die Frage, weshalb wir überhaupt diese schöne Seite sehen müssen.
Wäre es nicht viel schöner, wir würden auch in guten Zeiten so achtsam mit anderen und auch uns selbst umgehen?
Darüber sollten wir nachdenken. Noch bevor wir uns Sorgen über unsere Arbeitsplätze, unsere Kredite, unseren Wohlstand und die gefallenen Börsenkurse, machen. Denn diese Dinge sind, wenngleich sie für viele Menschen existenzbedrohend sind, nicht unser drängendstes Problem.
Wir haben, und das ist die zweite Seite der Corona-Medaille, jetzt viel Zeit, um über uns, unser Leben, unseren Umgang iteinander, nachzudenken, unser Handeln neu auszurichten und uns mental und seelisch zu stärken.
Als Ruhepause für Körper, Natur und Geist. Darüber sollten wir nachdenken, und vielleicht können wir dann nach der Krise ein bisschen menschlicher, bewusster und achtsamer, handeln.

Zurück zum Immunsystem.
Wir können es stärken, indem wir die altbekannten Tipps wie Vitamin C und Zink einnehmen, beachten. Hochdosiertes Vitamin C ist sehr gut für das Immunsystem, eine Überdosierung jedoch kann zum Durchfalll führen.
Weiterhin können wir unserem Immunsystem durch bewusste Stressvermeidung, gesunde Ernährung und viel reines Wasser trinken.
Eine sehr wichtige Komponente des Immunsystems jedoch wird gerne ausser Acht gelassen: Sauerstoff.


Viren und Bakterien mögen Sauerstoff überhaupt nicht. Sauerstoff wirkt auf diese Lebensformen wie Gift und tötet sie langsam ab, zum Verständnis vergleichbar etwa so, als wenn wir Menschen zu viel Stickstoff atmen.
Die Sauerstoffsättigung in unserem Körper lässt sich dabei ganz leicht steigern.
Sie können Sie steigern, in dem Sie sich sportlich und ausdaueernd betätigen. Eine hohe Sauerstoffsättigung tritt schon ab etwa 10 Minuten Joggen ein. Tatsächlich sollten Sie sich aber etwas mehr bewegen, und das mehrmals am Tag. Achten Sie dabei auf Grund der aktuellen Situation (Ausgangsbeschränkungen, Abstand zu anderen Menschen einhalten) bitte auf die geltenden Regelungen im öffentlichen Leben. Nehemn Sie Rücksicht auf sich und andere.
Weiterhin können Sie die Sauerstoffsättigung erhöhen, in dem Sie bewusst mehrere Minuten lang tief ein-, und langsam wieder ausatmen. Sie kennen dies vielleicht aus der Meditation, nur machen Sie es bei dieser Methode etwas schneller.
Atmen Sie schnell so tief ein wie Sie können, und atmen Sie anschließend schnell wieder aus, ähnlich wie beim „Hecheln“. Machen Sie dies über mehrere Minuten, am Besten mehrmals täglich. Ältere Menschen sollten dies aber sehr bewusst machen,
damit keine unbeabsichtigte Hyperventilation eintitt.
Sie sehen, ein stabiles Immunsystem ist kein Hexenwerk. Es liegt in unserer eigenen Verantwortung und unserer eigenen Macht. Genau wie die Entscheidung, wie wir miteinander umgehen. Ich wünsche Ihnen eine gute Gesundheit!

Ihr

Michael Engel, Managing Director

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Basische und mineralstoffreiche Ernährung als Grundlage für ein hohes Energielevel

Um basische Ernährung zu verstehen und weshalb diese sinnvoll ist, ist es gut, etwas über die Funktionsweise einer Batterie zu verstehen. Rein äußerlich betrachtet haben eine Batterie, egal wie groß oder klein, nichts mit dem menschlichen Körper zu tun. Innerlich betrachtet jedoch gibt es eine sehr wichtige Gemeinsamkeit!

Hatten Sie jemals eine Batterie in der Hand, die „ausgelaufen“ und äußerlich oxidiert ist? Die Batterie ist „sauer“ geworden im Laufe der Zeit. Sie wurde nicht geladen, lag eine halbe Ewigeit in der Schublade oder wurde schlicht vergessen in irgend einem Gegenstand. Nun ist sie kaputt und nicht mehr zu retten.

Die Lebensdauer einer Batterie hängt maßgeblich davon ab, wie lange das Innere der Batterie alkalisch ist. Kippt dies in den saueren Bereich, können Sie die Batterie entsorgen.

Gemeint ist an dieser Stelle der PH Wert. Hochwertige Batterien haben einen stark alkalischen PH Wert. Dies liegt daran, dass stark alkalische Batterien die Ionen und Elektronen, die durch das „Aufladen“ zugeführt werden, besser und länger speichern können als welche mit minderwertigem alkalischen Innenleben und niedrigerem alkalischen PH Wert.

Unser menschlicher Körper funktioniert nach dem selben Prinzip.

Haben Sie sich je gewundert, warum Sie nach einem sehr ausgiebigen, Fleisch- und Kohlenhydratlastigem Essen total erschöpft sind, obwohl Sie doch gerade „Energie“ zu sich genommen haben in Form von Nahrung?

Dies liegt schlicht daran, dass bestimmte Lebensmittel Säuren im Körper bilden und manche eben nicht. Als Faustregel hierfür kann man nehmen, dass alle tierischen Produkte Säuren bilden, ebenso wie der Großteil der Weizenerzeugnisse, Backwaren und dergleichen, wohingegen die meisten Früchte und Gemüsesorten nur sehr gering säurebildend, neutral oder im optimalfall sogar tatsächlich alkalisch auf den Körper wirken.

Was bedeutet dies übertragen auf den Energielevel in Ihrem Alltag?

Vereinfacht gesagt kann man sagen, je alkalischer (basischer) Sie sich ernähren, umso weniger Energie benötgt Ihr Körper für die Verdauung Ihrer Nahrung und umso mehr Energie werden Sie zur Verfügung haben. Dies bedeutet nicht, dass Sie ein „Supermensch“ werden von heute auf morgen, aber Sie tun sich und Ihrer Gesundheit einen großen Gefallen, wenn Sie weniger tierische Produkte konsumieren, mehr Wasser trinken und mehr grünes Gemüse essen.

Warum „grünes“ Gemüse?

In grünem Gemüse, allem voran Kohlsorten, Broccholi, Spinat und nahezu alle Arten von grünen Salaten, stecken nicht nur viele Vitamine und Ballaststoffe. Darin sind auch jede Menge lebenswichtiger Mineralstoffe und Spurenelemente enthalten, welche sich positiv auf das Basen – Gleichgewicht des Körpers auswirken! Einige dieser Mineralstoffe und Spurenelemente sind z.B. Magnesium, Natrium, Zink, Eisen, Selen, Silicium und Calcium.

Welcher ph Wert im Körper ist ideal?

Der ideale ph Wert für den menschlichen Körper liegt bei exact 7,36. Messen kann man des zum Beispiel über den Urin mit Teststreifen, die man in jeder gut sortierten Apotheke kaufen kann. Eine weitere Möglichkeit ist ein Bluttest.

Je alkalischer Ihr Körper ist, umso mehr Elektronen kann Ihr Körper aufnehmen und verarbeiten. Hier gilt das selbe Prinzip wie bei den Batterien!

Je sauerer Ihr Körper , genauer gesagt Ihr Blut, ist, ist, umso mehr freie Protonen befinden sich in Ihrem Körper. Diese liefern keine Energie.

Ein weiterer Nebeneffekt eines alkalischen ph Wertes ist, dass in alkalischem Blut immer mehr Sauerstoff vorhanden ist als in sauerem Blut. Dies ist sehr gut für die Zellversorgung und vor allem für Ihr Gehirn, welches den Löwenanteil des eingeatmeten Sauerstoffs beansprucht.  Haben Sie also einen alkalischeren ph Wert, bedeutet dies für Sie gleichzeitig automatisch eine verbesserte Gehirnaktivität.